Enence bei Gesprächen mit älteren Leuten?

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Im: Technik & Reisen

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  • #6658

    Ich überlege, mir den Enence für einen Tansanien-Urlaub zuzulegen, aber mich würde interessieren, ob das Gerät auch mit älteren Gesprächspartnern klarkommt. Oft reden die ja nicht unbedingt langsam und deutlich, sondern eben im Dialekt oder mit starkem Akzent. Versteht der das Ding dann überhaupt noch oder braucht es dafür perfektes Hochdeutsch? Und wie reagieren die Leute vor Ort eigentlich, wenn man denen ein Gerät hinhält statt normal zu reden?

    #6662

    Ich hab den nicht in Tansania benutzt, aber vom Prinzip her würde ich mir da nicht zu viele Gedanken machen. Dialekt ist halt immer so eine Sache, aber perfektes Hochdeutsch braucht es meiner Erfahrung nach nicht. Und die Leute vor Ort finden das meistens eher spannend als komisch, die meisten haben sowas ja noch nie gesehen.

    #6666
    Tobi aus Berlin
    Mitglied

    Ich seh das ehrlich gesagt etwas entspannter. Die meisten Leute checken schnell, worum es geht, und die älteren haben oft eh mehr Geduld als man denkt.

    #6669
    Tom der Ruhige
    Mitglied

    Also, ich glaube, die Frage ist eher, ob man den Leuten zumuten will, in so ein Gerät zu sprechen. Gerade ältere kennen das ja gar nicht und ich kann mir vorstellen, dass die erstmal schauen, was da los ist, statt loszureden. Das Verstehen ist da fast zweitrangig.

    #6671
    Julia Abendrot
    Mitglied

    Der Punkt mit dem Dialekt würde mich auch nicht überbewerten. Selbst wenn das Gerät nicht jedes Wort perfekt erkennt, reicht es meistens für die Kernaussage, und mit Gesten ergänzt man den Rest eh.

    Ich fänd’s ehrlich gesagt interessanter zu wissen, wie lange der Akku bei so einem ganzen Tag in der Hitze durchhält, bevor man wieder eine Steckdose suchen darf.

    Die Reaktion der Leute hängt wahrscheinlich stark davon ab, wie man es präsentiert. Wer es einfach hinhält wie ein Diktiergerät, wirkt seltsam, aber mit einer kurzen Erklärung davor ist es eher eine nette Geste.

    #6674
    Heike M.
    Mitglied

    Ich glaube, das mit dem Dialekt ist bei solchen Geräten eh immer Glückssache. Und wie die Leute reagieren, hängt sicher stark von der Gegend und der Person ab. In Tansania sind die meisten aber eher freundlich und neugierig, wenn man sich Mühe gibt, denke ich.

    #6679
    SebastianSebastian
    Mitglied

    Mal ehrlich, wer mit 80-jährigen im tansanischen Dorf Dialekt quatscht und dafür ein Übersetzungsgerät erwartet, der ist selbst schuld, wenn da nur Müll rauskommt. Die Technik erkennt halt kein perfektes Suaheli mit regionalem Singsang, das ist doch klar. Und den Leuten ein Gerät vors Gesicht zu halten statt normal zu reden, wirkt vor Ort einfach selten gut, egal wie alt die sind.

    #6684
    Freddy KurzFreddy Kurz
    Mitglied

    Ich würde mir da an deiner Stelle nicht so nen Kopf machen. Selbst wenn der Enence nicht jedes Dialektwort perfekt übersetzt, kommt man mit ein bisschen Geduld und Handzeichen meistens trotzdem ans Ziel. Die Leute finden das Gerät oft eher spannend als komisch, gerade wenn man es einfach locker rüberbringt.

    #6688
    MichaFMichaF
    Mitglied

    Ich glaube, bei dem Thema wird oft zu viel erwartet. Das Gerät ist halt ein Hilfsmittel und kein Wunderding, das jeden Dialekt perfekt übersetzt. Wenn die Chemie zwischen den Leuten stimmt und man sich Zeit lässt, klappt das schon irgendwie, aber ich würde da nicht die Messlatte zu hoch legen.

    #6692
    Lisa Locker
    Mitglied

    Ich glaub, das mit dem Dialekt wird schnell überschätzt. Die Leute merken ja meistens, dass du ein Gerät benutzt, und sprechen dann automatisch ein bisschen langsamer oder einfacher, ohne dass man sie darum bitten muss. Und wenn mal ein Wort nicht verstanden wird, zeigt man halt drauf oder nutzt Hände und Füße dazu, das passt schon.

    #6696
    Julia Messer
    Mitglied

    Ich hab den Enence mal mit meiner Oma getestet, die spricht ziemlich starken Dialekt, und es war schon eher Glückssache. Manche Sätze kamen gut rüber, andere waren komplett daneben, aber wir haben dann halt gelacht und es nochmal probiert. Was die Reaktion der Leute angeht: Die meisten fanden es eher amüsant als unhöflich, wenn ich das Gerät rausgeholt hab. Ich glaub, solange man selbst locker bleibt und nicht erwartet, dass jeder Satz perfekt ankommt, ist es ganz ok.

    #6700
    Claudia Ruhig
    Mitglied

    Ich find den Punkt mit der Reaktion der Leute fast noch spannender als die Technik selbst. Wenn man da ein Gerät rausholt, wird das oft erstmal zum Gesprächsthema, und dann reden alle drüber statt miteinander. Ich glaub, wenn man vorher ein paar einfache Wörter auf Suaheli kann und das Gerät nur als Unterstützung nutzt, kommt das besser an als es als Wundermittel zu präsentieren. Und Dialekte wird so ein Übersetzer halt nie perfekt hinkriegen, das ist bei uns mit dem Bayerischen ja schon so.

    #6704
    Jens Skep
    Mitglied

    Ehrlich? Ich glaub, das Gerät ist das kleinere Problem. Die Frage ist eher, ob man nem älteren Gegenüber ein Plastikteil vors Gesicht halten will und dann erwartet, dass die Unterhaltung natürlich läuft.

    #6708
    Ute aus Bonn
    Mitglied

    Ich glaub, die älteren Leute in Tansania sind es gewohnt, dass Touristen anders kommunizieren, da ist ein Übersetzungsgerät jetzt nicht so ungewöhnlich.

    Meine Erfahrung ist eher, dass die Technik bei starkem Dialekt schnell an ihre Grenzen kommt, aber die Leute oft trotzdem verstehen, worum es geht, wenn man es mit Händen und Füßen ergänzt.

    Am Ende kommt es halt auch ein bisschen auf die Situation an, ob man sich damit wohlfühlt oder lieber doch auf ein paar Brocken Kisuaheli setzt.

    #6713
    Karl Skep
    Mitglied

    Wenn ich mir vorstelle, wie ich nem älteren Herrn in Tansania ein Gerät vors Gesicht halte, wird mir schon unwohl. Die reagieren doch meistens erstmal mit Misstrauen oder finden das einfach albern, bevor man überhaupt mit dem Übersetzen anfängt. Und selbst wenn das Ding dann sauber übersetzt, ist die Unterhaltung oft schon gelaufen, weil es eben nicht natürlich rüberkommt. Für einfache Sachen wie Markt oder Hotel mag das ja gehen, aber bei echten Gesprächen mit älteren Leuten würde ich da eher die Finger von lassen.

    #6716
    Stefanie Braun
    Mitglied

    Ich glaub, das Problem ist eher, dass man mit so nem Gerät automatisch wie ein Tourist rüberkommt, der keine Lust hat, sich richtig zu verständigen. 😅 Die Technik an sich ist ja nett, aber ich persönlich finds irgendwie unpersönlich, wenn man da ständig was zwischen sich und sein Gegenüber hält.

    #6720
    JuliaKJuliaK
    Mitglied

    Ich glaub, das mit dem Dialekt ist so ne Sache, aber in Tansania sprechen die meisten im Tourismusbereich ja auch oft Swahili oder Englisch, da ist das Gerät dann sowieso eher zweitrangig. Ich finds eher wichtig, dass man vorher ein paar Sätze auf Swahili kann, das kommt bei den Leuten einfach besser an als jedes Gerät. Und wenn mans dann doch rausholt, ist es halt ein nettes Gadget, aber nicht mehr.

    #6725
    Tom der RuhigeTom der Ruhige
    Mitglied

    So ein Gerät verzeiht halt keine mangelnde Aussprache. Wenn jemand starken Dialekt spricht oder nuschelt, wird das schnell zum Ratespiel. Ich denke, da ist die Erwartungshaltung das Problem, nicht unbedingt das Gerät.

    #6729
    Svea Merten
    Mitglied

    Ich glaub, das mit dem Dialekt ist bei nem Übersetzer immer so ne Sache, aber in Tansania reden die Leute oft sowieso erstmal Englisch oder Swahili, je nachdem wo man ist. Das Gerät wird da eher zum Eisbrecher, wenn man sich gar nicht anders verständigen kann. 😄

    #6732
    Michi Leser
    Mitglied

    Ich würd mir da nicht zu viele Gedanken machen. Wenns nicht klappt, kann man ja immer noch auf Hände und Füße umsteigen, das kommt in Tansania glaub ich auch gut an.

    #6735

    Na gut, dann lass ich das mit den hohen Erwartungen einfach bleiben und nehm das Ding als Unterstützung, nicht als Wundermittel. Hauptsache, es hilft bei den Basics und ich kann daneben noch mit Händen und Füßen arbeiten. Wenn die älteren Herrschaften eh oft Swahili sprechen, wird sich das schon irgendwie regeln.

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